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Gemeinde
Kirchen im Gemeindegebiet Simbach
[Bilder der Kirchen]
Simbach
Das Kirchenzentrum St. Bartholomäus prägt das Ortsbild von Simbach. Der außergewöhnliche Platz, die Lage am Berg, fand schon viele Bewunderer. Nach bisherigen Unterlagen wurde 1496 die spätgotische Kirche zu Ehren des hl. Apostels Bartholomäus erbaut; ein alter Stich von Michael Wening zeigt dieses alte Gotteshaus. Im Jahre 1736, also 240 Jahre später, erfolgte die barocke Erweiterung und nach weiteren 240 Jahren folgte der Bau der neuen Pfarrkirche von 1970 bis 1975. Die Pläne des Siebeneck mit Zeltdach entwickelte Arch. Dr. E. Schleich, München. Beide Baukörper, d.h. der barocke und der moderne, werden durch den alten Kirchturm getrennt und zugleich verbunden.
Höherskirchen
Eine besondere Kostbarkeit ist die Filialkirche St. Martinus in Höherskirchen, wahrscheinlich im späten 13. Jahrhundert als Eigenkirche eines Grundherrn erbaut und direkt auf der Grenzlinie der Diözesen Passau-Regensburg. Die letzte Restaurierung von 1987/88 brachte einige Sensationen ans Tageslicht. Man dokumentierte für das Bayer. Landesamt für Denkmalpflege die romanische und gotische Bausubstanz, die Fenster und Fresken. Ein Besuch der Filialkirche lohnt sich.
Simbach Sebastianikapelle
Erwähnenswert ist die Kapelle des hl. Sebastian am oberen Marktplatz; eine Erinnerung an die Pestzeit. Bereits 1714 läßt sich eine Kapelle durch Urkunden nachweisen. Der neu-romanische Ziegelbau aus dem Jahre 1851 wurde im Jahre 1990 durch die Marktgemeinde Simbach restauriert. In ununterbrochener Tradition dient die Kapelle auch heute dem gläubigen Gebet und der Verehrung des hl. Märtyrers.
Simbach - Kreuzkirche (evangelisch)
Der Grundstein zum Bau der Kirche wurde am 08. Mai 1960 durch Dekan Kraus gelegt. Die Einweihung der Kirche erfolgte bereits am 23. Oktober 1960. Die Kreuzkirche in Simbach wurde mit viel Opferbereitschaft und Gemeinschaftsgeist geschaffen. So haben 200 evangelische Bürger des Marktes Simbach einen Bauplatz gekauft und im Laufe der Jahre 7.500 € an Spenden angesammelt. Diese Opferbereitschaft wurde vom Pfarramtsbezirk Landau mit einem Zuschuss von 10.000 € belohnt. Besonders sehenswert ist das biblische Szenenbild im inneren der Kirche, das aus einigen 1.000 Kieselsteinen als Mosaik erstellt wurde. Das Wandbild nimmt die gesamte Stirnseite des Kircheninneren ein und wurde von der Münchner Künstlerin Gräfin von Hohental erstellt.
Ruhstorf
Die heutige dreischiffige Ruhstorfer Kirche wurde 1887 neu erbaut, da die ursprüngliche gotische Kirche zu klein geworden war. Nur das Presbyterium der alten Kirche blieb stehen, so dass während der Bauzeit die Kirchenbesucher beim Gottesdienst im Freien saßen. Der heutige Kirchturm war bereits 1865 neu erbaut worden. Der alte Turm war am 23. Juli 1863 nach einem Blitzschlag völlig ausgebrannt. Der erste urkundliche Nachweis einer Kirche in Ruhstorf findet sich bereits im Jahre 1488. Aus dem 15. Jahrhundert zeugen heute nur noch die Sakristeitür mit den originellen spätgotischen Schmiedeeisenbeschlägen sowie die ebenfalls spätgotische Monstranz aus vergoldetem Silber.
Pischelsdorf
Für die Pischelsdorfer Filialkirche läßt sich das eigentliche Alter nicht angeben. Die heutige Kirche stammt vermutlich aus dem frühen 18. Jahrhundert. Daß jedoch bereits vorher eine Kirche vorhanden gewesen sein muß, beweist eine Karte aus dem Jahre 1568, in der Pischelsdorf mit einer Kirche dargestellt wird. Beachtenswert ist die Holzfigur „St. Maria mit dem Kind“, eine spätgotische Arbeit
um 1480.
Oberengbach
Die Filialkirche Oberengach ist St. Martin geweiht und stammt aus der Mitte des 15. Jahrhunderts. Besonders hervorzuheben ist die spätgotische Figur „Maria mit dem Kind“ (sitzend, ca. 1480), die sich heute in Ruhstorf, am linken Seitenaltar, befindet. Noch bis Anfang unseres Jahrhunderts wurde für die Oberengbacher Filialkirche eine eigene Kirchenrechnung erstellt. Häufig tritt diese Filialkirche bei Ruhstorfer Anschaffungen oder Baumaßnahmen als Zuschussgeber auf, z.B. 1864: Zuschuss zum Kauf der neuen Glocken nach dem Kirchturmbrand 1875: Zuschuss für die neue Orgel in Ruhstorf. Auch nach älteren Aufzeichnungen ist ersichtlich, dass es sich hier um eine relativ vermögende Kirchenstiftung gehandelt haben muß.
Fränkendorf
Fränkendorf gehörte bis 15. Oktober 1923 zur Pfarrei Reisbach. Erst nach der Gründung der Pfarrei Ruhstorf wurden der Ort und die Filialkirche Fränkendorf Ruhstorf angeschlossen. Die Kirche ist St. Nikolaus geweiht und zählt zu den ältesten Gotteshäusern Niederbayerns. Das Langhaus ist spätromanisch und stammt aus dem 12.- 13. Jahrhundert, der Chor und der Turm sind aus der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts. Als besonders wertvoll gelten die Wandmalereien aus der Zeit nach 1300, die 1915 anläßlich einer Restauration an der Nordwand des Langhauses entdeckt wurden. Besonders hervorzuheben wären noch die wertvolle spätgotische St. Nikolaus Figur (um 1520), sowie die kleinere der beiden Glocken, die aus dem 13. Jahrhundert stammt und die älteste im ganzen Bezirk ist.
Johannszell
Im Jahre 1149 wird erstmals „Zell“ erwähnt. Hier lebte einst ein Eremit, der zusammen mit Mönchen der Zisterzienser-Abtei Fürstenzell bei Passau ein Kirchlein errichtete. Neben der ehemaligen „Kloster Zelle“ hat sich der jetzige Bauernhof Johannszell entwickelt. Die stille Kirche in verträumter Einöde war ehemals Pfarrkirche von Haunersdorf. Patron der Kirche ist der Hl. Johannes der Täufer. Die Altar-Ausstattung ist barock aus der Zeit um 1710. Ein barockes Kruzifix im gotisch spitzen Chorbogen krönt die Ausstattung dieses gediegenen, ländlich einfachen Gotteshauses.
St.Antoni
Wurde 1712 von Pfarrer Ferdinand Wisselsberger zu „Ehren des hl. Antonius von Weißenberg“ im Rokokostil erbaut. Der Pfarrer war damals schwer erkrankt und bat den hl. Antonius, als Nothelfer zu wirken. Der Geistliche wurde wieder gesund und hielt sein Gelübde. Seine wundersame Heilung führte dazu, daß das von ihm errichtete kleine Gotteshaus bald zu einem Wallfahrtsort wurde. Zahlreiche Votivtäfelchen sind heute noch Zeugen der vielen Gebetserhörungen.
Haunersdorf
In den Jahren um 1723 wurde die katholische Pfarrkirche von Haunersdorf neu erbaut. Sie ist dem hl. Stephanus geweiht. Von der früheren Kirche, die aus der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts stammt, ist nur noch der massive Turmbau vorhanden. Vollends einmalig ist der barocke Neubau; es ist ein nüchterner, rechteckiger Saal mit Flachdecke. Wir betreten ihn von Westen und sind sofort beeindruckt von der Front der drei Altäre, die an der Ostwand des Raumes zu einer Linie aufgereiht sind. Schmale Durchgänge schaffen etwas Abstand zwischen den Seitenaltären und dem Hochaltar, der sich durch gewundene Säulen heraushebt. Beeindruckend sind die beiden großen Barockplastiken St. Martin und St. Nikolaus in Nischen über den seitlichen Durchgängen, die eine gelungene Verbindung der drei Altäre herstellen.