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Chronik / Wappen / Literatur

Kurzchronik des MARKTES SIMBACH
 

Der Ort Simbach ist im Jahr 806 zum ersten Mal urkundlich erwähnt. Die Erhebung zum Markt dürfte wahrscheinlich im 13. Jahrhundert erfolgt sein. Der Ortsname geht wohl aus der Tatsache hervor, dass im weiteren Umfeld von Simbach sieben Bäche zusammenfließen. Diese Deutung stammt von Vikar Biersack, einem Chronisten des 19. Jahrhunderts, der sich jedoch einer weiteren Version gegenüber sah, nach der sich der Ortsname von dem germanischen Wort „Sunninpach“ Sonnenbach) ableitet.

 

Für die erste Erklärung spricht das tatsächliche Vorhandensein der sieben Bäche (Simbach, Schmalzthaler Bach, Narnhamer Bach, Kerschlbach, Braunerbach, Griesmeier Bach, Schnarrner Bach) und deren symbolische Abbildung auf dem Gemeindewappen. Des weiteren enthält das Wappen einen gelben Stern auf schwarzem Grund, möglicherweise das alte Ortszeichen, und die weiß-blauen bayerischen Rauten.

 

Chronik

 

Die Bewohner von Simbach hatten ihre schwerste Zeit im 17. Jahrhundert. Mitten im 30-jährigen Krieg, um 1634, brach die Pest aus und ließ kaum Überlebende zurück. Kurze Zeit später, im Jahre 1658, brannte der Ort bis auf die Grundmauern nieder. Nur drei Gebäude überstanden das Feuer, darunter die Kirche und das Rathaus. Zum Glück ließen sich die Simbacher vom Schicksal nicht entmutigen, und so war laut alter Chroniken der Ort bereits 10 Jahre später wieder in seiner ursprünglichen Größe aufgebaut.Heute ist Simbach als Kleinzentrum eingestuft und besitzt eine moderne Grund- und Hauptschule mit Turnhalle, einen Kindergarten, ein Schwimmbad und verschiedene sportliche Anlagen.

 

Die vorwiegend landwirtschaftlich geprägte Umgebung kann mit zahlreichen Wanderwegen aufwarten. Nach der Gebietsreform von 1972 gehören nun auch so idyllisch gelegene Ortschaften wie Ruhstorf, Haunersdorf, Höherskirchen, Pischelsdorf, Fränkendorf und Langgraben zum Gemeindegebiet. Mit rund 60 Vereinen und Einrichtungen -z.B. Fußballplätze, Tennisplätze, Schießstand, Eisstockbahnen oder Spielmannszug- weist Simbach auch ein reges gesellschaftliches Leben auf.

 

Chronologisch:

806

Erste urkundliche Erwähnung

13. Jahrhundert

wahrscheinlich Markterhebung

1496

Bau der Kirche St.Bartholomäus

1583

Erste urkundliche Erwähnung eines Schulmeisters und Marktschreibers

um 1634

Pest

1658

große Feuersbrunst

1670

Bau des 2. Simbacher Schulhauses („Deiritzhaus“);zu besichtigen im Museumsdorf im Bayer. Wald als „ältestes Schulhaus Deutschlands“

1736

barocke Erweiterung der Kirche St.Bartholomäus

1960

Bau der evangelischen Kreuzkirche

1970 – 1975

Bau der neuen Pfarrkirche

1972

Gebietsreform

1975/1976

Bau des heutigen Schulgebäudes mit Turnhalle und Außensportanlagen

heute

Kleinzentrum

 

Das Wappen des Marktes Simbach enthält im oberen Teil einen gelben Stern auf schwarzem Grund, das möglicherweise das alte Ortszeichen von Simbach ist, darunter eine Darstellung der sieben Bäche (Simbach, Schmalzthaler Bach, Narnhamer Bach, Kerschlbach, Braunerbach, Griesmeier Bach, Schnarrner Bach), sowie wiederum darunter die weiß-blauen bayerischen Rauten.

 

Wappen

 

Literatur (Weblinks + Bücher):